fuchsbau on tour

Unser Reisetagebuch

Kategorie: 2018 – Italien – Toskana Seite 1 von 4

Über Berg und Tal und das ganz ohne Stau

Kurz nach 14.00h starteten wir von zu Hause aus in Richtung Kandersteg. Wir stellten uns auf eine lange und staureiche Fahrt ein. Doch wir hatten wirklich Glück. Ausser stockendem Verkehr beim Grauholz kamen wir recht gut voran und standen kurz vor 17.00h bei Schneefall in der Warteschlange für den Autozug nach Iselle.

Um 18.00h wechselten die Signale auf Grün und der Zug startete zur Fahrt durch den Lötschberg und den Simplon nach Iselle.

Nach der Ankunft in Iselle fuhren wir ohne Zollkontrolle los und erreichten bald Domodossola. Hier gönnten wir uns eine erste italienische Mahlzeit, bevor wir uns auf den Weg in Richtung Genua machten.

Bald machte sich bei mir die Müdigkeit bemerkbar. Wir entschlossen uns deshalb einen Stellplatz zu suchen. Bine lotste uns auf einen öffentlichen Stellplatz in Borgomanero, der sich als grosser leerer Parkplatz entpuppte. Nichts desto trotz stellten wir Baldur auf diesem Platz ab und gingen schlafen.


Heute hat der Mond Schweineohren…

Als wir am Morgen aufwachten, staunten wir nicht schlecht. Gingen wir gestern auf einem leeren Parkplatz schlafen, erwachten wir morgens in einem Fullhouse. Mittendrin stand unser Baldur. Eigentlich für uns ungewohnt. Es war doch Karfreitag. Als wir dann aber in die Stadt gingen, war uns schnell klar warum. Hier war ein recht grosser Wochenmarkt, weshalb die Parkplätze alle belegt waren.

Wir genossen die herschende Marktatmosphäre und gönnten uns auch das ein oder andere, bevor wir uns auf den Weg machten.

Unsere Fahrt führte uns via Genua an die Steilküste von Chinque Terre. Im kleinen Ort Daina Marina fanden wir nahe des Strandes, einen Platz auf einem Campingplatz. Nach dem Einrichten wollten wir uns die Hände waschen. Doch es kam kein Tropfen Wasser aus dem Hahn. Sämtliches Zutun half nichts. Wasser und WC-Spülung funktionierten einfach nicht.

Auf den Frust hin wollte Bine einen „Beruhigungskaffee“ zubereiten. Sie füllte Wasser in die Kaffeemaschine ein und drückte anschliessend auf Start. Ja unser Frust wurde jetzt noch grösser. Auch unsere heissgeliebte Maschine hat den Geist aufgegeben.

Kurz entschlossen begaben wir uns ins Dorf um einen guten Kaffee zutrinken. Nerven wieder einwenig beruhigt.

Anschliessend gönnten wir uns ein Nachtessen, welches unsere herschende Stimmung nicht viel besser machte. Der Fisch wurde zutode gegrillt und schmeckte dementsprechend.

Als auf dem Heimweg noch starker Regen einsetzte,kapitulierten wir vor der Situation und beendeten den Tag mit einem baldigen zu Bett gehen.


Lucca

Heute Morgen wurden wir durch ein starkes Hagelgewitter geweckt. Nach einem kleinen Morgenessen packten wir zusammen und fuhren los in Richtung Toskana.

Als ersten Etappenort haben wir Lucca ausgewählt. Auf der Fahrt dorthin hat Bine und Leon die Stellplatzapp durchgeguckt und einen zur Altstadt nahen Platz gefunden. Nach einer kurzen telefonischen Anfrage fuhren wir direkt dorthin. Bei der Ankunft entpuppte sich dieser Platz schnell als einen Glücksgriff. Es war eine Autowerkstatt, die im Hinterhof Stellplätze für Wohnmobile anbot. Die beiden anwesenden Mechaniker waren in allen Belangen sehr hilfsbereit. Wir machten auf unser Problem mit der Wasserpumpe aufmerksam.

Wir drückten ihnen den Autoschlüssel in die Hand und begaben uns in die nahe Altstadt. Eines der bekanntesten Wahrzeichen ist ihre gut erhaltene Stadtmauer aus der Renaissance, die das historische Stadtzentrum mit seinen kopfsteingepflasterten Gassen umgibt. Breite, baumbestandene Wege auf den imposanten Festungswällen aus dem 16. und 17. Jahrhundert laden zum Spazierengehen und Radfahren ein. Die vielen schönen Stadthäuser, Kirchen und Türme und auch die vielen Geschäfte haben uns sehr gefallen.

In einem kleinen Seitengässchen genossen wir das wohl beste Gelati auf Erden. Bine probierte ein grünes Apfeleis mit Limetten und rosa Pfeffer. Auch mein Zitronensorbet war der absolute Hammer.

Bine und Leon spazierten über einen der grossen Plätze, neben uns ein älteres Paar. Der Mann gab plötzlich einen derart lauten Rülpser von sich, dass sich der gesamte Platz umdrehte und anfing zu grinsen. Der Frau war es so peinlich dass sie davon rannte und ein lautes LUCA! Von sich gab. Wir haben uns schrecklich amüsiert. Das ist wohl eines unserer bisherigen Highlights hier in Italien.

Nach ein paar Stunden fing es an zu regnen, nein zu hageln. Ich hatte nur eine dünne Jacke an. Wir suchten uns den nächstbesten Unterstand. Da stand ein kleiner Italiener mit brauner Lederjacke und Goldkette und rauchte seine Zigarette. Ich fragte ihn wo wir hinmüssten um unseren Baldur zu finden. Leon erwartete keine gescheite Antwort. Doch der freundliche Mann gab uns überraschenderweise eine so genaue Wegbeschreibung dass wir den Camper fanden. Auf den Weg dorthin assen wir noch eine Pizza und gingen dann die letzten Meter zu Baldur zurück.

Die Wasserpumpe lief wieder. Wir waren überrascht als der Mechaniker zu uns kam und sagte, dass es 40 Euro kosten würde. Wir hatten mit dem fast doppelten gerechnet. Er brauchte 2 Stunden, wahrscheinlich schneller als manch ein Mechaniker bei uns. Er versuchte uns zu erklären was das Problem war. Wir verstanden jedoch gar nichts. (Ist ja auch egal Hauptsache läuft 😁 )

Nach einem tollen Tag gingen wir ins Bett und genossen beim einschlafen das Gewitter.


Seite 1 von 4

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén