fuchsbau on tour

Unser Reisetagebuch

Kategorie: Schweden

Fort Knox auf Schwedisch

Festung Karlsborg – während des 2. Weltkrieg lagerte Schweden in dieser Festung ihr Gold und die Kronjuwelen.

Festung Karlsborg

Nach dem gestrigen faulen Nichtstun brachen wir heute Vormittag auf und besuchten die ganz in der Nähe liegende Festung Karslborg.  Die Festung wurde 1819 bis 1909 gebaut. Sie sollte im Kriegsfall der schwedischen Regierung, der Königsfamilie, den Kronjuwelen und den Goldreserven der Reichsbank Schutz geben. Karlsborg war mithin als Ersatzhauptstadt des schwedischen Reiches gedacht. Als wir die Festung besuchten, waren wir uns wegen des militärischen Charakters der Anlage zunächst unsicher, ob wir überhaupt hinein gehen durften. Noch immer wird diese Anlage durch die schwedischen Streitkräfte benutzt. Viele Gebäude sind daher auch für Zivilisten gesperrt. Man geht durch ein schmales gotisches Tor. Die einspurige Durchfahrt und der Durchgang sind ampelgeregelt. Keine Angst, man darf hinein. Hinter den dicken Mauern der Anlage erscheint eine Stadt in der Stadt. Man erkennt schnell den Charakter der Anlage. Die Verteidigungsanlage ist eines der größten Bauwerke seiner Art in Europa. 

Nach einer kurzen Erfrischung begaben wir uns zu unserem Camper und setzten unsere Fahrt fort in Richtung Hjö. Diese kleine Stadt liegt direkt am Vättern. Sie zählt zu einer der wenigen sogenannten „Holzstädte“ Schwedens. Viele der alten Holzvillen sind noch erhalten und verleihen der Stadt zusammen mit dem alten Hafen ihren mittelalterlichen Charme.

 

Nun hiess es von der schönen Region rund um den Vätternsee Abschied nehmen. Wartet doch die Nordseeküste mit ihren traumhaften Sandstränden auf uns. Das erste mal auf unserer bisherigen Reise, erreichten wir im ersten richtigen Regen „Schwedens“ die Nordseeküste. Der Regen in Schweden fühlt sich gleich an wie bei uns Zuhause in Basel ;-). Richtig nass. 

Ganz in der Nähe von Halmstad fanden wir Unterschlupf auf einem Campingplatz in Mellbystrand, direkt hinter den Dünen. Eigentlich ein toller Platz aber…

Auffallend und nervend zu gleich, die vielen Verbote und Regeln. Das liegt uns nicht. Der Sinn des Campens ist doch, „frei“ zu sein. Dann solche störenden und teils fragwürdigen Verbote. Wir sind nicht böse als uns gesagt wurde, dass wir den Platz nur für eine Nacht buchen können. Nach einem Spaziergang am Strand entlang und den guten Tomatenspaghetti à là Bine beendeten wir den Tag bald.

 

„Micheeeeeeeeeeeeel“

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Die Reise in unsere Kindheit kann starten.

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Eine süsse Insel

Insel Öland und die Stadt Kalmar einfach traumhaft.

Die Schweden nennen Öland liebevoll ihre Sonneninsel. Völlig zu Recht, Öland ist tatsächlich Spitzenreiter in der schwedischen Sonnenstatistik. Auch wenn es im Rest von Schweden regnet, scheint auf Öland oft die Sonne. Selbst die schwedische Königsfamilie hat hier ihre Sommerresidenz (Schloss Solliden), und feiert dort alljährlich am 14. Juli den Geburtstag der Kronprinzessin Victoria. Ein riesengroßes Fest für alle Touristen und Ölander. Dieses Jahr feierte sie ihren 40igsten Geburi. Diese traumhafte Insel erkundeten wir auf einer kleinen Rundfahrt. Leider nur in einem kleinen Teil der Insel. Der Zeitplan drängt…..

Typisch für Öland sind die Windmühlen. Einstmals gab es knapp 2000 Windmühlen mit denen die Ölander den Wind nutzten. Heute gibt es noch rund 350 Windmühlen, sie stehen unter Denkmalschutz.

Nachdem wir wieder an die Brücke nach Kalmar kamen, nahmen wir schweren Herzens Abschied von dieser wirklich schönen Insel. Hier könnte man glatt zwei Wochen Ferien machen.

Nach der Überfahrt über die Brücke erreichten wir wieder Kalmar. Diese Stadt beherbergt eines der besterhaltensten Reaissanceschlösser in Nordeuropa. Ein Grund diese Stadt ein wenig genauer  zu erkunden. Viele alte Gebäude zeugen noch heute vom Reichtum der damaligen geschichtsträchtigen Zeit. Durch die Lage Kalmars an der einstigen Grenze zu Dänemark, spielte die einstige Burg eine wichtige Rolle in der schwedischen Geschichte. Das Schloss steht auf einer kleinen Halbinsel an der Ostseeküste angrenzend an die schöne Altstadt und ist durch einen Burggraben vom Festland getrennt. Das Schloss geht zurück auf einen 1180 unter Knut Erikson erbauten Verteidigungsturm, der von ihm zum Schutz gegen Piraten und anderer Feinde, die von der See her die Stadt bedrohten, erstellt wurde. Das Schloss war auch der erste Aufenthaltsort von Gustav Wasa nach seiner  Flucht aus dänischer Gefangenschaft. Nach einem guten italienischen Kaffee brachen wir nach der Erkundungstour durch Kalmar auf und fuhren über Oskarshamn nach Langsjön, wo wir unser nächtes Nachtlager  aufschlugen.

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