Eigentlich muss die Geschichte über unseren Baldur im Herbst 2013 beginnen. An einem kalten Sonntagnachmittag im November 2013 wars, als wir drei einen Bericht über Island am Fernsehen verfolgten. Gespannt blieben wir sitzen und kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus. Uns packten die Bilder des für uns bis dahin praktisch unbekannten Land.

Bucht in der Nähe von Husavik

Viele Wooooouws und Oooooohhs später fing Leon (wie er halt ist ) an zu googlen. Beschreibungen über Island gespeichert, Bilder angeguckt, Preise für Flüge gecheckt, verfügbare Mietauto abgerufen. – Die Idee einer Islandrundreise war geboren… Nach einer ersten intensiven Kostenaufstellung mussten wir dann aber schweren Herzens entscheiden, dass die Idee einer gemeinsamen Islandreise nach hinten (2-3 Jahre später) geschoben werden muss. Waren die Preise zu hoch (z.Bsp. einen Flug bei über sFr. 1300.- p.P.) Die Idee einer Islandrundreise wurde unweigerlich verschoben…
Ja – und dann kam dieser Montagabend 18.00h! Rushhour in Basel. Im Stau stehend unser Lokalradio gehört. Musik mit viel Nutella – Optiker – und Baumarktwerbung später, folgten die Nachrichten. Eigentlich nichts Interessantes, bis zu diesem Moment als Island, Flug, Basel-Mulhouse, Easy-Jet genannt wurde. Im gleichen Atemzug, Radio ganz laut gedreht und im Chor mit Leon laut gejubelt. Um ganz sicher zu sein, dass das stimmte was wir da hörten folgte eine Stunde später die Gewissheit darüber. Am nächsten Morgen startete Easy-Jet den Verkauf der Tickets für die neu eröffnete Strecke von Basel nach Keflavik. Selbstverständlich buchten wir kurzerhand drei Tickets und sparten weit über sFr. 2000.- alleine für den Flug. Die Idee einer Islandreise wurde zur Realität!

Eigentlich wollten wir mit einem Mietauto von Unterkunft zu Unterkunft fahren, merkten aber bald, dass dies nicht unseren Vorstellungen und unserem Budget gerecht wurde. Deshalb entschieden wir uns für die Variante mit dem Camper. Auf den ersten Blick erschien der Preis für die Miete als sehr hoch. Beim genauen durchrechnen der Varianten stellten wir dann aber schnell fest, dass die Variante mit Mietauto und Hotel massiv teurer geworden wäre.
Ja und das war wohl der Beginn unseres Campervirus. Im Sommer 2014 flogen wir nach Keflavik und nahmen den gemieteten Camper am Flughafen entgegen. Bis zu diesem Zeitpunkt wussten wir nichts über Camper. Eigentlich so richtig eine typische „In´s kalte Wasser werf“ – Aktion. Der Urlaub war trotzdem zum Teil widerlichen Wetter traumhaft. Wasser, Eis, Feuer und ein grosser Buckelwal.

Kaum zu Hause, planten wir bereits die Reise für den nächsten Sommerurlaub 2015. Diese Reise führte uns nach Belgien, Luxemburg und Holland und startete direkt ab Basel. Wieder mit einem Mietcamper.

Auch im Folgejahr stand eine Camperreise auf dem Programm. Im Sommer 2016 reisten wir an der deutschen Ostseeküste entlang und genossen einen Jahrhundertsommer. Viel Sonne und warmes Wasser gepaart mit vielen schönen Städten. Immer mehr spürten wir, dass dies die Art zu reisen ist, die uns gefällt.

Im Sommer 2017 reisten wir ab unserem Wohnort nach Schweden. Leon, jetzt mittlerweile 14 Jahre alt, bekundete auf dieser Reise immer mehr Mühe damit. Wahrscheinlich lag es daran, dass wir in knapp drei Wochen über 5000 Kilometer zurücklegten. Er sehnte sich nach Hotel und am Strand liegen. Schweren Herzens entschieden wir uns dafür im kommenden Jahr auf Camperferien zu verzichten. Doch der besagte Virus breitete sich bei mir immer mehr aus. Als Leon bei einem Mittagessen meinte , dass man ja auch Ferien mit dem Camper im Süden am Meer machen kann, explodierte der Virus vollends. Bis jetzt hielt mich der Verstand davon ab einen eigenen Camper anzuschaffen. Nun war aber das Herz stärker.

Per Zufall entdeckten wir in Freiburg/D einen Sunlight T67. Die Ausstattung und der Preis stimmte und wir entschieden uns für unseren Baldur. Ja, und nun ist er da. 🙂